MemoreBox - Digitale Spiele als Gesundheitstraining

MemoreBox - Digitale Spiele als Gesundheitstraining

Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen mit Computerspielen – geht das? Ja, mit den therapeutisch-computerbasierten Trainingsprogrammen der MemoreBox. Die Spiele werden über Körperbewegungen, die von einer Spezialkamera aufgenommen werden, intuitiv gesteuert. So können die Spiele im Stehen oder Sitzen, z.B. auch im Rollstuhl, gespielt werden. Zielsetzung ist, die körperlichen und geistigen Fähigkeiten von Seniorinnen und Senioren zu fördern, die gesundheitsförderlichen Rahmenbedingungen der Pflegeeinrichtungen zu stärken und die Lebensqualität für pflegebedürftige Menschen zu verbessern. Schulungen des Personals und die umfassende wissenschaftliche Begleitung des Projekts sichern die Qualität und Nachhaltigkeit. Vor diesem Hintergrund wird das Präventionsangebot in einer zweiten Pilotphase jetzt auch in Hessen eingesetzt. Finanziert wird das Projekt von der Barmer. Die MemoreBox umfasst genderspezifische Aspekte und verschiedene therapeutische Trainingsprogramme. Diese unterstützen vor allem die soziale Teilhabe der Bewohnerinnen und Bewohner im Pflegealltag. An der Begleitforschung nimmt auch das Albert-Osswald-Haus teil. Grund genug, die Spielansätze sowie die positiven Projektergebnisse der Pilotphase vorzustellen.

Steffen Reucker, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Gießen hob die Bedeutung der präventiven Möglichkeiten der Memore Box hervor, die auf der Basis von unterschiedlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt wurden. Jens Brandis, Projektleiter beim Entwickler RetroBrain R&D GmbH erläuterte die technische Umsetzung und Handhabe der Konsole.

Wir freuen uns sehr, dass sowohl die Landrätin Anita Schneider und auch die Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz das Präventionsprojekt im AWO Seniorenzentrum „Albert Osswald Haus“ aktiv begleiten und die Schirmherrschaft für Gießen übernommen haben.

Neben Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses nutzten auch sie die Gelegenheit, mit Begeisterung die Box auf Herz und Nieren zu testen. Aus den angebotenen Spielen Motorradfahren, Kegeln, Postbote, Tischtennis, Singen und Tanzen wählten sie das Tanzen aus.

Dietlinde Grabe-Bolz freute sich mit Anita Schneider nicht nur über die Bewegung. Mit der AWO habe man einen sozialen Träger in der Stadt, der für Innovationen offen sei. „Die AWO ist immer vorne dabei, das ist für uns ein großes Glück.“

Geschäftsführer Jens Dapper nahm das Lob gerne auf. „Entsprechend unserer Vision „Wir gestalten Lebensräume mit Herz und Respekt“ ist es uns gelungen, nach dem MemoMoto und den Seniorentablets, einen neuen digitalen Lebensraum zu öffnen.

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