100 Jahre AWO - Festveranstaltung

100 Jahre AWO - Festveranstaltung

100 Jahre AWO – Erfahrung für die Zukunft.

Am 13. Dezember 1919 wurde die „Arbeiterwohlfahrt“ in Berlin gegründet. Die Geschichte der AWO unter dem Leitmotiv „Hilfe zur Selbsthilfe“ begann.

100 Jahre später sind die Anliegen, mit denen Marie Juchacz 1919 die Arbeiterwohlfahrt gründete und ihr Selbstverständnis und ihren Anspruch geprägt hatte, weiter aktuell: Frauenrechte, Vielfalt, Teilhabe, Menschenwürde, Gerechtigkeit und Solidarität sind Themen, für die sich die AWO seit ihrer Gründung im Ehrenamt und im Hauptamt engagiert und die auch heute 100 Jahre später die politische Diskussion bestimmen.

Erfahrung für die Zukunft heißt, sich mit den aktuellen Themen und Entwicklungen zu beschäftigen und Antworten zu finden. Dazu konnten für die Festveranstaltung Dietlind Grabe-Bolz und Thorsten Schäfer-Gümbel für Fachvorträge gewonnen werden.

Grabe-Bolz erinnerte in ihrem Vortrag zum Thema „Frauen in der Politik“ besonders an die Verdienste von Marie Juchacz. Sie stellte aber auch fest, dass „Marie Juchacz sich sehr wundern würde (wahrscheinlich sogar sehr verärgert wäre), dass 100 Jahre nach ihrer ersten Rede in einem deutschen Parlament als Frau, im heutigen Bundestag nur 31% weibliche Abgeordnete vertreten sind.“

Jens Dapper (Geschäftsführer AWO Stadtkreis Gießen) war bei seiner Begrüßung von Thorsten Schäfer-Gümbel sehr erfreut, dass er zu einer seiner letzten politischen Reden nach Buseck in die Kulturhalle zur AWO gekommen ist.

Schäfer-Gümbel widmete sich dem Thema „Rück- und Ausblick auf 100 Jahre AWO aus Sicht der Politik“ zunächst auch der Gründungsgeschichte 1919, wo der „Hauptausschuss der Arbeiter-Wohlfahrt“ in der SPD auf Bestrebung von Marie Juchacz gegründet wurde. Für Schäfer-Gümbel war dies die absolut notwendige Reaktion innerhalb der Arbeiterbewegung auf die Folgen der 2.Industriellen Revolution und der drängenden sozialen Fragen. Hier zog er Parallelen zu heute, wo die Veränderungen der digitalisierten Welt ebenso zahlreiche soziale Fragen aufwerfen, die von den etablierten Parteien – auch der SPD – nicht ausreichend beachtet und mit Antworten bedient werden. Für Schäfer-Gümbel müssen gerade die Wohlfahrtsverbände – allen voran die AWO – wieder eine politischere Rolle einnehmen.

Jens Dapper, Dieter Geißler und Karl Fiedler waren als Verantwortliche für die beiden AWO Verbände sehr zufrieden mit der Veranstaltung, die durch die musikalischen Auftritte des Shanty Chores „Strandgut“ und Christian Beuchling´s AWO Song mit Trommelbegleitung sowie durch die Tanzgruppe der AWO Buseck abgerundet wurde.

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